OIS Center Features...

Das Open Innovation in Science Center der Ludwig Boltzmann Gesellschaft befragt junge NachwuchswissenschaftlerInnen zu den interdisziplinären Schnittstellen ihrer Forschung und ihren Formen der gesellschaftlichen Einbindung. Wir erfahren zum Beispiel, welche Auswirkungen und Relevanz ihre Forschungsarbeit hat, wer bereits in ihre Forschung involviert ist und auch, mit wem die WissenschaftlerInnen in Zukunft gerne noch zusammenarbeiten möchten.

Der Titel unserer Gesprächsreihe ist dabei Programm: Feature bezeichnet ein kurzes Audio-Format, das sich der Übermittlung und Vertiefung von Information widmet. Darüber hinaus wird der Begriff featuring vor allem im Bereich der Musik für Zusammenarbeit verwendet. Jemanden zu featuren bedeutet aber auch, jemanden zu unterstützen und die Beteiligten zusammenzubringen.

In diesem Sinne findet Open Innovation in Science Center features… im öffentlichen Raum statt. In Parks und städtischen Grünanlagen, an Teichen und Kanälen, unter freiem Himmel und an der frischen Luft sprechen wir mit den ForscherInnen: denn nicht nur in Zeiten der Corona-Krise möchten wir zur Öffnung der Wissenschaft beitragen und die aktive Zusammenarbeit von Forschung und Gesellschaft unterstützen.

Vorschläge für das nächste Feature nehmen wir gerne unter labs (at) lbg.ac.at entgegen!

 

Moderation: Hannah Bruckmüller
Produktion: Marlies Graf-Demirtaş 
Konzept:  Hannah Bruckmüller & Marlies Graf-Demirtaş
Jingle: Simon Gramberger


Anna Artaker

Anna Artaker ist Künstlerin und derzeit Elise-Richter-Research-Fellow an der Akademie der bildenden Künste Wien, wo sie ihr Habilitationsprojekt Medien der Geschichte vorbereitet. Ihre Werke wurden mehrfach ausgezeichnet und werden international ausgestellt. Artaker ist Mitglied der Jungen Akademie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, wo künstlerische Forschung erstmals durch sie vertreten wird. Seit 2018 ist sie im Direktorium der Jungen Akademie.

In ihren Werken untersucht Artaker die Rolle, die Bilder dabei spielen, wie wir unsere Welt wahrnehmen. Für das Experimentieren mit der realitätsstiftenden Funktion von Bildern arbeitet sie mit unterschiedlichen (Bild)Medien – oft solchen die auch in anderen Wissenschaftsdisziplinen verwendet wurden oder werden – und umkreist so den gemeinsamen Ursprung von Kunst und Wissenschaft.

Foto ©Nurith Wagner-Strauss

 

Photo ©Iris Ranzinger

Luise Reitstätter

Luise Reitstätter ist Kulturwissenschaftlerin. Zu ihren Arbeitsfeldern zählen Praktiken der zeitgenössischen Kunst, Methoden der empirischen Sozialforschung sowie Museums- und Ausstellungsforschung. 2013 promovierte sie in Soziologie und Kulturwissenschaft und arbeitet seither in zahlreichen Forschungsprojekten etwa zu Sehnsuchtsbildern vom Land, Gemeingut/Gemeinwohl-Bewegungen oder Sprache und Inklusion im Museum. Seit 2017 ist sie als Post-doc am Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien als Leiterin des Labors für empirische Bildwissenschaft tätig. Aktuell verantwortet sie das Jubiläumsfondsprojekt „Recht auf Museum?“, welches die Beziehung von Museen zur Öffentlichkeit und vice versa in Archiv- und Feldforschungen untersucht. Im Gespräch erzählt sie von der Herangehensweise des Projekts „Recht auf Museum?“ zwischen Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Museumstheorie und -praxis und erläutert konkrete Methoden der Bürger*innen-Beteiligung. Aktuelle Projekteinblicke finden sich auf: www.rechtaufmuseum.com und https://www.instagram.com/rechtaufmuseum/.

Arabella Buchmann

Ein Summer School Praktikum am Institut für Molekulare Biotechnologie in Wien (IMBA) startete Arabella Buchmanns Karriere in der naturwissenschaftlichen Forschung. Während ihres Studiums der molekularen Biotechnologie an der FH Campus Wien festigten Praktika in Wien und den USA ihren Entschluss sich in der Immunologie zu vertiefen. Nach ihrem Abschluss kehrte sie als Research Assistentin in der Stammzellforschung ans IMBA zurück, wo sie bei der Etablierung von Modellen für immunologische Blut- und Hirnerkrankungen half. Im Jahr 2018 startete sie ihre Dissertation an der Medizinischen Universität Graz und auf der Allgemeinen Neurologie am Landeskrankenhaus Graz unter Prof. Dr. Michael Khalil. Im Zentrum ihrer Forschung steht hier das Neurofilament als Biomarker für Patienten mit multipler Sklerose, einer neurologischen Autoimmunerkrankung.

Michael Feischl

Michael Feischl ist Associate Professor für Computational PDEs am Institut für Analysis und Scientific Computing an der TU Wien. Er hat technische Mathematik an der TU Wien studiert und im selben Fach 2015 promoviert. Nach Aufenthalten in Sydney, Karlsruhe, und Bonn wurde Michael Feischl 2019 an die TU Wien berufen und beschäftigt sich dort mit der Analyse von numerischen Verfahren für partielle Differentialgleichungen. Kurz gesagt sind das Methoden, welche zum Lösen von Problemstellungen, die aus der Physik oder den Ingenieurwissenschaften kommen, geeignet sind.


Maria Sagmeister

Maria Sagmeister ist Rechtswissenschafterin und Kunsthistorikerin, sie beschäftigt sich in beiden Disziplinen insbesondere mit Fragen der Geschlechterforschung. Ihre Dissertation „Elternschutzrechte im Lichte von Gleichheit und Autonomie“ hat sie als Universitätsassistentin am Institut für Rechtsphilosophie der Universität Wien verfasst. Darin wird die Eröffnung und Schließung von Handlungsräumen durch das Recht mit Blick auf die Verteilung bezahlter und unbezahlter Arbeit verhandelt.
Neben den Legal Gender Studies und dem Arbeitsrecht liegen ihre Interessen im Bereich des Sicherheitsrechts sowie dessen spannungsgeladener Beziehung zu Rechtsstaat und Grundrechten. Sie ist Mitherausgeberin der kritischen juristischen Fachzeitschrift juridikum.


Jakob Maurer

Jakob Maurer forscht derzeit als Archäologe am Standort Asparn/Zaya des Zentrums für Museale Sammlungswissenschaften der Donau-Universität Krems. Davor war er prae-doc-Assistent an der Universität Wien, war aber auch an vielen anderen Projekten beteiligt. Schon in der Schulzeit kam er über Ausgrabungen in Kontakt mit der Archäologie, in der eine sehr enge Zusammenarbeit mit zahlreichen anderen Disziplinen sowie mit enthusiastischen Privatpersonen üblich ist. Mit seiner Dissertation verschafft er sich einen Überblick zu kupferzeitlichen Fundstellen aus Österreich. Sie datieren in das 4. und 3. Jahrtausend v. Chr. und weisen eine beeindruckende Vielfalt auf, nicht nur bei den Funden, sondern auch bei möglichen Fragestellungen für zukünftige Forschungsprojekte. 


Marie Niederleithinger

Während ihres Biochemie-Studiums in Göttingen kam Marie Niederleithinger über das journalistische Schreiben in Kontakt mit Forschenden diverser Disziplinen. Nach ihrem Abschluss erprobte sie sich am „Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation“ in Karlsruhe als Vermittlerin zwischen Öffentlichkeit und Forschung. In Berlin begleitete sie anschließend in einem interdisziplinären Team die Eröffnungsphase des partizipativen Galerieraums für Wissenschaft und Kunst „STATE Studio“. Seit 2019 arbeitet Marie im Projekt „Patient Involvement in Oncology“ (PATIO) des Boltzmann Instituts Applied Diagnostics direkt mit Betroffenen zusammen. In ihrer Dissertation forscht sie zur Bildgebung bei Prostatakrebs.


Teresa m. seifried

Teresa M. Seifried ist Universitätsassistentin am Institut für Materialchemie in der Arbeitsgruppe Physikalische Chemie der Atmosphäre an der Technischen Universität Wien. Sie hat Technische Chemie an der TU Wien studiert. Nach ihrem Auslandssemester am Trinity College in Dublin hat sie sich im Masterstudium auf nachhaltige Technologien und Umwelttechnik spezialisiert. Ihre Dissertation widmet sich biologischen Aerosolen in Bezug auf deren Eisnukleationsaktivität und chemische Zusammensetzung. Der Fokus liegt dabei auf Emissionen borealer und alpiner Pflanzen wie zum Beispiel Birken. Mit einem drohnenbasierten Messsystem untersucht sie den Transport der Partikel aus dem Ökosystem Wald in die planetare Grenzschicht.

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