Reden Sie mit! Welche Fragen zu Unfallverletzungen soll die Forschung aufgreifen?

Projektstatus

abgeschlossen

Teilnahme

nicht möglich

Thema

Gesundheit

Zielgruppe

AngehörigeÄrzt:innenForscher:innenGesundheitspersonalPatient:innenPfleger:innen

Förderschiene

OIS Center Projekte

Ort

Österreich

Jährlich werden rund 800.000 Unfallverletzungen in österreichischen Krankenhäusern behandelt. Allein Freizeitunfälle verursachen jedes Jahr volkswirtschaftliche Gesamtkosten von rund 100 Milliarden Euro. Bei der Diagnose, Erstversorgung, Behandlung und Rehabilitation von Unfallverletzungen wird wichtiges Erfahrungswissen im klinischen Alltag aufgebaut, das bislang nicht systematisch in die Forschung zurückgeführt worden ist. Zudem bergen die Erfahrungen von Patient:innen wertvolles Wissen, das von der Forschung verarbeitet werden kann. Aus diesem Grund hat die Ludwig Boltzmann Gesellschaft ihre zweite „Reden Sie mit!“ Crowdsourcing-Initiative von Forschungsfragen ins Leben gerufen.

Unter dem Motto „Reden Sie mit! Welche Fragen zu Unfallverletzungen soll die Forschung aufgreifen?“ konnten Patient:innen, deren Angehörige, Ärzt:innen, Pflegekräfte und Therapeut:innen auf der Online-Plattform https://tell-us.online ihre Frage an die Forschung einreichen. Über einen Zeitraum von sechs Monaten wurden mehr als 826 Forschungsfragen aus 39 Ländern gesammelt. Die meisten Einreichungen (80% aller Einreichungen) stammten von Patient:innen und ihren Angehörigen; 20% der  Fragen wurden von Expert:innen mit medizinischer Erfahrung (31% von Pflegekräften, 18% von Ärzt:innen, 14% von Physiotherapeut:innen, 11% von Ergotherapeut:innen) eingereicht. Die Einreichungen stammen aus insgesamt 39 Ländern. Der weitaus größte Teil der Fragen wurde aus Deutschland eingereicht (58%), 14% kamen aus Österreich und 12% aus den USA.

Die eingereichten Forschungsfragen wurden dann 14 Forschungsbereichen zugeordnet. Im Rahmen eins Community-Voting konnten dann alle Teilnehmer:innen auf der Plattform https://tell-us.online abstimmen, welchen Themenbereich die Forschung aufgreifen soll. Drei Forschungsbereich wurden dabei als besonders identifiziert: Wundheilung, Therapie und Rehabilitation und Alterung. Aufbauend auf dem bereits vorhandenen Fachwissen innerhalb des Ludwig Boltzmann Instituts für Traumatologie wurde beschlossen, die künftige Forschung auf das Thema Alterung und Regeneration zu konzentrieren. Nach einem „Lead User Lead Expert Workshop“ wurde die Ludwig Boltzmann Forschungsgruppe SHoW (Senescence and Healing of Wounds) gegründet.

Laufzeit

  • Juli 2017 – Oktober 2018

Projektleitung

Projekt-Website