OIS LEADER

Open innovation for user centered design of left ventricular assist device peripherals

Grafik zum Projektablauf des OIS Leader Projekts (Interessensgruppen, Methoden, Fragestellungen)
Thema
Nachsorge
Schwerpunkt
Linksventrikuläre Unterstützungssysteme (LVAD)
Methode
Co-Creation
Laufzeit
Jänner 2023 – Juli 2023
Status
abgeschlossen
Ort
Wien
Förderschiene
OIS Enrichment Fund

Worum geht es im Projekt?

Linksventrikuläre Unterstützungssysteme (LVADs) sind eine etablierte therapeutische Option für Patient:innen, die an terminaler Herzinsuffizienz leiden. Dank kontinuierlicher Verbesserung der Pumpentechnologie und der Implantationstechnik weisen derartige Geräte hervorragende klinische Erfolge auf, die unter anderem zu einer Ein-Jahres-Überlebensrate von knapp 83% führen. Da diese Systeme nicht nur aus der implantierbaren Pumpe, sondern auch aus externen, tragbaren Geräten (Steuereinheit, Akkus) besteht, und diese häufiger von Fehlfunktionen betroffen sind, ist es essenziell die Benutzerfreundlichkeit und Bedienbarkeit derartiger Geräte in den Vordergrund zu stellen. Um den Herausforderungen benutzerzentrierter Entwicklung nachzukommen, bot das OIS LEADER Projekt eine einzigartige Plattform für transparente Diskussion unter Beteiligung aller involvierter Interessensvertreter:innen. Teilnehmer:innen erhielten die Möglichkeit LVAD-Peripheriegerät-Konzepte zuerst in Kleingruppen und anschließend im interdisziplinären Umfeld zu diskutieren und zu testen, um gemeinsam an Konzepten zu arbeiten, die einen Konsens aller an der LVAD-Patient:innenreise beteiligten Akteure widerspiegelte. Zusammenfassend konnten zwei Hauptfragestellungen genannt werden:

  1. Welche sind die vorrangigen Forschungsthemen für die Entwicklung zukünftiger linksventrikulärer Unterstützungs-system (LVAD) Peripheriegeräten?
  2. Gibt es Unterschiede in den Präferenzen aller Beteiligten (Öffentlichkeit und Patient:innen/Kliniker:innen/Hersteller)? Kann ein gemeinsames Verständnis der Bedürfnisse und ein Konsens für ein nutzerzentriertes Design von Peripheriegeräten erreicht werden?

Was ist das Ziel des Projekts?

Ziel dieses Projekts war es, allen in die LVAD-Therapie involvierten Interessensvertreter:innen die Möglichkeit zu bieten, zukünftige Tragemöglichkeiten von LVAD Peripheriegeräten zu testen, um diese anschließend sowohl in Kleingruppen (Patient:innen, Angehörige und Fachunkundige bzw. Kliniker:innen und Forschende) als auch im interdisziplinären Umfeld zu diskutieren. Außerdem wurden zukünftige Forschungsthemen priorisiert, diskutiert und im Konsens aller Beteiligten erneut gereiht.

Wer nimmt am Projekt teil?

Aktive LVAD Patient:innen, ehemalige LVAD Patient:innen nach Herztransplantation, pflegende Angehörige, Fachunkundige, Herzchirurg:innen, VAD-Koordinator:innen, Forschende, LVAD Hersteller

Wie werden die Teilnehmer:innen in das Projekt einbezogen?

Einmaliger Workshop: Vormittags Diskurs in zwei Kleingruppen (Patient:innen, Angehörige und Fachunkundige bzw. Kliniker:innen und Forschende); Nachmittags Diskurs in fusionierter Gruppe; Einbeziehung aller, in der LVAD Therapie involvierter Interessensvertreter:innen.

Wie werden die Teilnehmer:innen für das Projekt gewonnen?

Flyer/Aushang

Was ist das Ergebnis des Projekts?

Beide Gruppen des Workshops beantworteten insgesamt 25 Multiple-Choice-Fragen zu den präsentierten und getesteten Tragemöglichkeiten der LVAD-Peripheriegeräte. Außerdem konnten zukünftige Forschungsthemen in Bezug auf LVAD-Therapie gereiht und priorisiert werden. Zudem gaben 50% der Teilnehmer:innen an, dass sich deren Blickwinkel auf LVAD-Peripheriegeräte dank des stattgefundenen Workshops und der daraus resultierenden Diskussionen mit verschiedenster Interessensvertreter:innen geändert oder eher geändert hat.

Welchen Mehrwert hat das Projekt? Welchen Impact hat das Projekt erzielt?

Dieses OIS experiment bot eine einzigartige Gelegenheit, die Standpunkte anderer an der LVAD-Therapie involvierter Interessensvertreter:innen zu verstehen. Die Probanden konnten ihre unterschiedlichen Meinungen zu verschiedenen LVAD-Tragekonzepten intensiv diskutieren und so Bewusstsein für die Bedürfnisse der anderen Gruppen schaffen. Dank dieses Workshops erhielten Laien und Laiinnen, als Vertreter der Gesellschaft, die Möglichkeit, sich direkt sowohl mit aktiven LVAD-Patient:innen, als auch mit ehemaligen LVAD-Patient:innen nach einer Herztransplantation, auszutauschen, um so ein besseres Verständnis für das Lebens mit einem derartigen Gerät zu schaffen, anstatt lediglich isoliert über die Tragemöglichkeiten zu diskutieren. Die direkte Einbeziehung von Patient:innen, pflegenden Angehörigen und fachfremden Personen schärfte zudem das Bewusstsein für wissenschaftliche Forschung und führte zu einem besseren Verständnis und Vertrauen in Wissenschaft und Forschung.

Projektleitung

Thomas Schlöglhofer, MSc
Ludwig-Boltzmann-Institute for Cardiovascular Research,
Universitätsklinik für Herzchirurgie, Medizinische Universität Wien

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