Open Arts

Partizipative und transdisziplinäre Wissensproduktion an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft

Thema
Transdisziplinäre Zusammenarbeit
Schwerpunkt
Kunst und Wissenschaft
Methode
Co-Creation
Laufzeit
Jänner 2020 - Dezember 2023
Status
abgeschlossen
Ort
Österreich
Förderschiene
OIS Center Projekt

Worum geht es im Projekt?

Open Arts war eine Weiterbildungsreihe des LBG OIS Centers und der Akademie der bildenden Künste Wien, die den Austausch zwischen Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft fördert. Ziel ist es, Kompetenzen für partizipative und transdisziplinäre Forschungs- und Innovationsprozesse aufzubauen. Die Teilnehmenden lernen Methoden kennen, mit denen gesellschaftliche Gruppen aktiv in Forschungs- und Gestaltungsprozesse eingebunden werden können. In Workshops zu Narration, Ästhetik, Intervention und Zukunftsgestaltung werden künstlerische und wissenschaftliche Ansätze miteinander verknüpft. Dabei kommen Methoden wie Storytelling, Design Thinking, Artistic Research, Mapping, künstlerische Interventionen und Zukunftsszenarien zum Einsatz. Das Programm fördert die gemeinsame Entwicklung neuen Wissens durch Zusammenarbeit über disziplinäre Grenzen hinweg. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Kunst und Wissenschaft gemeinsam gesellschaftliche Herausforderungen adressieren und transformative Innovation ermöglichen können.

Was ist das Ziel des Projekts?

Das Ziel von Open Arts bestand darin, Kompetenzen für partizipative und transdisziplinäre Forschungs- und Innovationsprozesse an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft aufzubauen. Die Teilnehmenden lernten Methoden kennen, mit denen unterschiedliche Disziplinen und gesellschaftliche Gruppen in Forschungs- und Gestaltungsprozesse eingebunden werden konnten. Durch den Austausch zwischen künstlerischen und wissenschaftlichen Ansätzen sollten neue Formen der Wissensproduktion, Zusammenarbeit und gesellschaftlichen Wirkung entwickelt werden.

Die Teilnehmer:innen erwarben ein breites Spektrum an Methoden für partizipative Forschung und Zusammenarbeit, darunter Storytelling, Design Thinking, Artistic Research, Interventionen im öffentlichen Raum und Zukunftsszenarien. Sie lernten, wie künstlerisch-kreative Ansätze in wissenschaftliche Projekte integriert werden konnten und wie gesellschaftliche Gruppen aktiv eingebunden werden konnten. Darüber hinaus profitierten sie vom inter- und transdisziplinären Austausch mit Expert:innen aus Kunst, Wissenschaft und Forschung sowie von der gemeinsamen Entwicklung und Reflexion eigener Projektideen. Das Programm stärkte ihre Fähigkeiten in den Bereichen Kommunikation, Kooperation, Innovation und gesellschaftliche Wirkung von Forschung.

Wer nimmt am Projekt teil?

Studierende, Absolvent:innen, Jungforscher:innen von Universitäten und Fachhochschulen

Wie werden die Teilnehmer:innen in das Projekt einbezogen?

Die Teilnehmer:innen wurden nicht nur als Zuhörer:innen eingebunden, sondern arbeiteten aktiv und kollaborativ an den Inhalten der Weiterbildungsreihe mit. Das Programm setzte auf einen gemeinsamen Lern- und Entwicklungsprozess, in dem künstlerische und wissenschaftliche Methoden praktisch erprobt, reflektiert und weiterentwickelt wurden.

Zur Einbindung der Teilnehmer:innen wurden insbesondere folgende Methoden genutzt:
• Partizipative Forschungs- und Co-Creation-Methoden, bei denen gemeinsam Wissen entwickelt und gesellschaftliche Perspektiven einbezogen wurden.
• Storytelling- und Narrationsmethoden, einschließlich der Entwicklung und Analyse von Geschichten sowie der Vermittlung eigener Projekte für unterschiedliche Zielgruppen.
• Design-Thinking-Ansätze, etwa durch Visualisierungsübungen, Empathy Mapping, Interviews, Bedürfnisanalysen und gemeinsames Problemframing.
• Künstlerische und ästhetische Methoden, darunter Artistic Research, Art Driven Innovation, Artistic Activism und performative Kommunikation.
• Hands-on-Experimente und praktische Übungen, bei denen wissenschaftliche und künstlerische Konzepte unmittelbar erfahrbar gemacht wurden.
• Mapping- und Interventionsmethoden, beispielsweise mobile immersive Forschung, Live-Mapping und künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum.
• Zukunfts- und Szenarienarbeit, bei der gemeinsam mögliche Zukunftsbilder, neue Formen der Zusammenarbeit und gesellschaftliche Transformationsprozesse reflektiert wurden.

Insgesamt erfolgte die Einbindung der Teilnehmer:innen vor allem durch aktive Mitarbeit, gemeinsames Experimentieren, Reflexion, interdisziplinären Austausch und die praktische Anwendung partizipativer Methoden.

Wie werden die Teilnehmer:innen für das Projekt gewonnen?

Die Teilnehmer:innen wurden über öffentliche Ausschreibungen und Workshop-Calls angesprochen. Bewerben konnten sich Studierende, Absolvent:innen und Jungforscher:innen aus Kunst, Wissenschaft und Forschung. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wurden die Bewerbungen durch eine Jury ausgewählt, um eine kleine und interdisziplinäre Lerngruppe zu ermöglichen.

Was ist das Ergebnis des Projekts?

Das Ergebnis von Open Arts war der Aufbau von Kompetenzen für partizipative und transdisziplinäre Forschung an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft. Die Teilnehmenden erprobten und reflektierten gemeinsam Methoden der Zusammenarbeit, Beteiligung und Wissensproduktion und entwickelten neue Perspektiven für die gesellschaftliche Wirkung von Forschung und künstlerischer Praxis. Zudem entstand ein interdisziplinäres Netzwerk aus Forschenden, Künstler:innen und Expert:innen, das den Austausch über innovative Formen der Kooperation förderte.

Projektleitung

Dr. Georg Russegger

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trbet.ehffrttre@yot.np.ng

Kooperationspartner

Akademie der bildenden Künste Wien, WTZ Ost