Mental Health Ideas Lab
Ein innovativer Ansatz zur Gründung von Forschungsgruppen
- Thema
- Psychische Gesundheit
- Schwerpunkt
- Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen
- Methode
- Ideas Lab
- Laufzeit
- Mai 2017
- Status
- abgeschlossen
- Ort
- Österreich
- Förderschiene
- OIS Center Projekt
Worum geht es im Projekt?
Im Ideas Lab kamen 29 internationale Forscher:innen aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen, um innovative Forschungsansätze zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln. Ausgangspunkt waren Forschungsfragen, die zuvor im Crowdsourcing-Projekt „Tell Us!“ von Betroffenen, Angehörigen und Fachpersonen eingebracht worden waren. Über fünf Tage hinweg arbeiteten die Teilnehmenden in wechselnden interdisziplinären Teams, identifizierten Forschungsbedarfe und entwickelten konkrete Projektideen. Dabei wurden sie von Mentor:innen, Facilitator:innen sowie Expert:innen mit eigener Betroffenheit unterstützt. Ziel war die Bildung neuer interdisziplinärer Research Groups und die Entwicklung förderungswürdiger Forschungsprojekte, insbesondere für Kinder psychisch erkrankter Eltern.
Was ist das Ziel des Projekts?
Das Ideas Lab hatte das Ziel, interdisziplinäre Forschungsteams zu bilden und innovative Forschungsprojekte zu gesellschaftlich relevanten Herausforderungen im Bereich der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln. Den Teilnehmenden bot es die Möglichkeit, neue Kooperationen aufzubauen, unterschiedliche Perspektiven zu verbinden und gemeinsam förderungsfähige Forschungsprojekte zu entwickeln.
Wer nimmt am Projekt teil?
Am Ideas Lab nahmen 29 internationale Forscher:innen aus 15 Ländern teil. Die Teilnehmenden wurden gezielt aus unterschiedlichen Disziplinen ausgewählt, darunter insbesondere Psychiatrie, Psychologie, Neurowissenschaften, Soziologie, Gesundheitswissenschaften, Informatik, Bildungswissenschaften, Rechtswissenschaften sowie Kunst- und Geisteswissenschaften. Ziel dieser vielfältigen Zusammensetzung war es, interdisziplinäre Teams zu bilden und innovative Lösungsansätze für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln.
Wie werden die Teilnehmer:innen in das Projekt einbezogen?
Die Teilnehmer:innen wurden aktiv in einen mehrtägigen, interaktiven Co-Creation-Prozess eingebunden. In wechselnden Gruppen entwickelten sie gemeinsam Forschungsfragen und Projektideen, erhielten kontinuierlich Feedback von Mentor:innen und präsentierten ihre Konzepte mehrfach zur Weiterentwicklung. Zum Einsatz kamen Methoden wie Icebreaker- und Networking-Aktivitäten, strukturierte Kreativitäts- und Ideengenerierungsprozesse („How to...?“-Sessions), iterative Teamentwicklung, Mentor Clinics sowie Peer-Feedback. Bereits vor dem Ideas Lab wurden die Teilnehmenden über eine Online-Plattform („Hub“) vernetzt, um den Austausch und die Zusammenarbeit zu fördern.
Wie werden die Teilnehmer:innen für das Projekt gewonnen?
Die Teilnehmer:innen wurden über einen internationalen Open Call sowie durch eine gezielte Ansprache von Forschenden gewonnen. Dafür wurden knapp 1.000 Kontakte aus wissenschaftlichen Netzwerken, Fachzeitschriften und Forschungseinrichtungen kontaktiert; ein Teil der potenziellen Kandidat:innen erhielt direkte Einladungen per E-Mail oder Telefon. Anschließend bewarben sich 136 Forschende, von denen 30 für die Teilnahme am Ideas Lab ausgewählt wurden.
Was ist das Ergebnis des Projekts?
Das zentrale Ergebnis des Ideas Labs war die Entwicklung und Auswahl von den zwei interdisziplinären Ludwig Boltzmann Forschungsgruppen D.O.T. und Village, die von 2018 bis 2021 innovative Forschungs- und Interventionsansätze für Kinder psychisch erkrankter Eltern umsetzten. Das Ideas Lab bot den Teilnehmer:innen die Möglichkeit, über Disziplingrenzen hinweg zusammenzuarbeiten, neue Netzwerke aufzubauen und gemeinsam innovative Forschungsprojekte zu entwickeln. Durch den intensiven Austausch mit Forschenden aus unterschiedlichen Fachbereichen sowie mit Betroffenen entstanden neue Perspektiven und förderungsfähige Forschungskonsortien. Gesellschaftlich trug das Ideas Lab dazu bei, Forschungsfragen aufzugreifen, die direkt von Betroffenen und Angehörigen eingebracht wurden, und daraus konkrete Lösungsansätze für Kinder psychisch erkrankter Eltern zu entwickeln. Als Ergebnis wurden zwei interdisziplinäre Research Groups gegründet, die an präventiven und unterstützenden Maßnahmen mit direktem gesellschaftlichem Nutzen arbeiteten.
Projektleitung
Ludwig Boltzmann Gesellschaft, Open Innovation in Science Center