Das Themen-Café sammelte Erfahrungen aus partizipativen Forschungsprojekten, um eine Reflexionscheckliste für Ko-Forschung mit Jugendlichen zu entwickeln. In drei moderierten Arbeitsgruppen wurden die zentralen Fragen bearbeitet: Was soll reflektiert werden (Inhalte/Spannungsfelder), wie soll reflektiert werden (Formate/Methoden) und wann soll reflektiert werden (Zeitpunkte im Projektverlauf). Ziel war es herauszufinden, wie Reflexion in Ko-Forschungsprojekten mit Jugendlichen wirkungsvoll und nachhaltig gestaltet werden konnte, um echte Partizipation zu gewährleisten. Die Ergebnisse jeder Gruppe wurden auf Flipcharts dokumentiert und am Ende präsentiert. Dadurch wurde ein Beitrag zur Qualitätssicherung in der Ko-Forschung mit Jugendlichen geleistet.
OIS zam: Forum 2025
Am 9. und 10. Oktober 2025 fand das bereits vierte OIS zam: Forum statt. „OIS zam – alle zusammen“ war dabei nicht nur das Motto, sondern gelebte Praxis in der ÖBB Open Innovation Factory. Auch heuer drehte sich wieder alles um Austausch, Vernetzung und inspirierende Gespräche.
59 Projekte und 19 Themen-Cafés
Am OIS zam: Forum präsentierten sich 59 partizipative Projekte aus ganz Österreich aus den verschiedensten Forschungsbereichen und machten ihre innovative Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft sichtbar. Neben Projektpräsentationen bot das Forum während der zwei Tage auch wieder Platz für Austausch und Vernetzung. Außerdem luden 19 Themen-Cafés zu Diskussionen rund um Themen wie Public Engagement, Kunst und Wissenschaft oder auch Geschichte mit Zukunft.
Auch heuer wurde wieder der OIS zam: Preis verliehen. Aus den präsentierten Projekten hat die Community drei Siegerprojekte gewählt, die jeweils 2.000 Euro für die weitere erfolgreiche Durchführung des Projekts erhielten.
Videorückblick
„Wissenschaftsskepsis ist die große Herausforderung“
Die Eröffnungsworte sprach LBG-Präsidentin Univ.-Prof. Dr. Freyja-Maria Smolle-Jüttner. Sie warnte in ihrer Keynote vor wachsender Wissenschaftsskepsis: „Sie frisst sich durch alle Schichten – bis hin zu den politischen Entscheidungsträger:innen. Wohin das führen kann, sehen wir in den USA.“ Gleichzeitig hob sie den Stellenwert von Open Innovation in Science in diesem Zusammenhang hervor. „Wenn ich Wissen aufnehme, kontextualisiere und verstanden habe, geht die Skepsis weg. Und das ist genau der Punkt, wo Open Innovation in Science einhackt. Denn Wissen erlebt man am besten gemeinsam.“
Die Posterpräsentationen
In Posterpräsentationen stellten sich 59 Projekte der interessierten Öffentlichkeit vor. In diesen Projekten arbeiten und forschen Wissenschaftler:innen mit Bürger:innen, Schüler:innen und Studierenden, Kindern und Jugendlichen, Patient:innen und deren Angehörigen, Expert:innen und Fachkräften zusammen.
Das waren die Projekte am OIS zam: Forum 2025:
(1) Ankerpunkte. Neue Perspektiven auf Erinnern und Vergessen im Waldviertel
Andrea Schmidt (LBG OIS Center)
(2) Bedrohung und Selbstbehauptung: Jugendliche mit Fluchterfahrung in der NS-Zeit und heute
Martha Keil (Institut für jüdische Geschichte Österreichs), Katharina Auer-Voigtländer (FH St. Pölten), Benjamin Grilj (Institut für jüdische Geschichte Österreichs), Merle Bieber (Institut für jüdische Geschichte Österreichs)
(3) Come together! Co-Creation für inklusive Wissenschaftskommunikation
Balduin Landl (Verein ScienceCenter Netzwerk)
(4) Daten*bilden. Kreativ sorgsame Datenpraktiken in der Schule entwickeln und fördern
Elisabeth Guenther (Universität Wien), Patrick Koger (Universität Wien), Georg Nöhrer (Universität Wien)
(5) Co-Creation in der außerschulischen Bildung: Der TU Wien Transformer als Beispiel für neue Ansätze der Wissenschaftskommunikation zu Themen rund um Klima, Energie und Kreislaufwirtschaft
Bianca Köck (TU Wien), Alexander Pichlhöfer (TU Wien)
(6) Design eines anpassbaren Eye-Tracking-Virtual-Reality-Trainingssystems für die neurokognitive Rehabilitation durch partizipative Forschung
Christina Hafner (LBI DHPS), Mojca Hriberšek (LBI DHPS), Richard Schlabach (MedUni Wien), Florian Kahlfuss (MedUni Wien), Tobias Marik (LBI DHPS), Fred Bucek (LBI DHPS), Marc Dunst (LBI DHPS)
(7) Ein Leitfaden für Partizipation in der Forschung
Kathrin Meyer (JKU Linz)
(8) KlimaFIT. Resilienz stärken. Klima schützen
Daria Kolosovskaia (LBI DHP)
(9) KoKo-Health: Ko-Forschung zu Gesundheitskompetenz bei Kindern im Alter von 9-13 bezogen auf Bewegung und Sport
Tessy Kurzweil (Universität für Weiterbildung Krems), Anna Lorenz (Universität für Weiterbildung Krems)
(10) Nanovesikel: Präzisionsmedizin der Zukunft
Nicole Meisner-Kober (LBI NVPM), Melanie Schürz (Universität Salzburg), Eva Rohde (Uniklinikum Salzburg), Eva Klinglmayr (Universität Salzburg)
(11) Citations After Retraction: A Persistent Problem
Ricardo Hartley Belmar (LBG OIS Center)
(12) Das wirkt. Ideation Lab 2025
Stefanie Lebert (wirkt. social innovation GmbH), Nina Poxleitner (wirkt. social innovation
GmbH), Ghwyne Vizvary (wirkt. social innovation GmbH)
(13) SCIBORG: The science literacy board game – ein neues Instrument zur Verbesserung des Wissenschaftsverständnisses im Bereich der informellen Jugendbildung
Laura Coulson (WasserCluster Lunz), Konstantinos Lekkas (Dracon Game Design Studio), Cristina Mora (Dracon Game Design Studio), Lucia Matei (Asociatia Share Education), Eva Feldbacher (WasserCluster Lunz)
(14) SUNRISE. Mit Citizen Science zur gesunden und nachhaltigen Ernährung im Pflegeheim
Bernadette Lienhart (Medizinischen Universität Graz)
(15) Wissenschaftskommunikation in Social Media aus der Perspektive von Schüler:innen
Alina Majcen (Universität Graz), Philipp Spitzer (Universität Graz)
(16) Angehörige mittels eines digitalen perioperativen Messengers bezüglich der Operation auf dem Laufenden halten
Mojca Hriberšek (LBI DHPS), Daniel Laxar (LBI DHPS), Fabian Peter Hammerle (LBI DHPS, MedUni Wien), Stefan Ulbing (MedUni Wien), Anna Teufel (LBI DHPS), Stefan Bartos (MedUni Wien), Nikola Gauß (MedUni Wien), Martin Niederle (MedUni Wien), Oliver Kimberger (LBI DHPS, MedUni Wien), Eva Schaden (LBI DHPS, MedUni Wien)
(17) Brücken schlagen zwischen Wissenschaft und Bildung: Das interdisziplinäre Netzwerk für Wissenschaftsbildung (INSE)
Eva Feldbacher (WasserCluster Lunz), Carmen Sippl (PH NÖ), Babette Lughammer (PH NÖ), Ioana Capatu (PH NÖ), Gregor Jöstl (PH NÖ), Dominik Eibl (Universität Wien), Michaela Panzenböck (Universität Wien), Laura Coulson (WasserCluster Lunz), Elmira Akbari (WasserCluster Lunz), und Gabriele Weigelhofer (WasserCluster Lunz)
(18) Gemeinsam Sorge-Arbeit organisieren. Care-Räte umsetzen
Emma Dowling (Universität Wien), Michaela Moser (FH St. Pölten), Maryna Lebid (FH St. Pölten)
(19) Digitaler Wandel: Jobchancen für Menschen im Autismusspektrum
Dominik Laister (Konventhospital Barmherzige Brüder Linz, JKU Linz), Kristina Köck (Konventhospital Barmherzige Brüder Linz, JKU Linz), Daniel Holzinger (Konventhospital Barmherzige Brüder Linz, JKU Linz, Universität Graz)
(20) DiLeLi: Telemonitorisch-unterstütztes Versorgungsprogramm für Menschen mit Essstörungen
Kerstin Rudolf (LebensGross GmbH)
(21) EuroHSP4Cure − Seit über zwei Jahren „OIS zam”
Gerald Fischer (stopp-HSP)
(22) Facilitate Accurate and Swift in Time Emergency-Location Reporting (F.A.S.T.E.R.). Ein Projekt zur Adaptierung des Notrufgespräches
Florian Wödl (MedUni Wien), Tobias Marik (LBI DHPS), David Mickerts (LBI DHPS), Christina Hafner (MedUni Wien, LBI DHPS), Christiane Grill (LBG OIS Center), Sebastian Schnaubelt (Berufsrettung der Stadt Wien), Mario Krammel (Berufsrettung der Stadt Wien), Alexander Lagara (Berufsrettung der Stadt Wien), Thomas Hamp (Berufsrettung der Stadt Wien)
(23) Reden wir drüber. Zeitgerechte Kommunikation über Palliative Care in der Onkologie
Annibelle Call (AKH Wien), Christiane Kreyer (UMIT Tirol), Agnes Mistlberger-Reiner (Open Science), Claudia Wenzel (MedUni Wien)
(24) Geschichte sichtbar machen. Wie lässt sich die Geschichte eines nationalsozialistischen Entbindungsheimes gemeinsam aufarbeiten?
Lukas Schretter (LBI BIK), Nadjeschda Stoffers (Universität Graz)
(25) PATIO. Besser leben mit Prostatakrebs
Markus Mitterhauser (MedUni Wien), Sanja Moldovan (MedUni Wien), Jonas Winter (MedUni Wien), Vinzenz Thun-Hohenstein (MedUni Wien), Lenka Martinak (MedUni Wien), Helga Platzer (Selbsthilfegruppe Prostatakrebs), Thomas Fröhlich (Selbsthilfegruppe Prostatakrebs), Leopold Pecenka (Selbsthilfegruppe Prostatakrebs), August Thalhammer (Selbsthilfegruppe Prostatakrebs), Georg Berger (Selbsthilfegruppe Prostatakrebs), Karl Anibas (Selbsthilfegruppe Prostatakrebs), Dieter Greilinger (Selbsthilfegruppe Prostatakrebs), Hans Kuba (Selbsthilfegruppe Prostatakrebs), Peter Engel (Selbsthilfegruppe Prostatakrebs), Wolfgang Pechlaner (Selbsthilfegruppe Prostatakrebs)
(26) PLASTIC.ALPS: Citizen Scientists zur Untersuchung der Plastikkontamination im Hochgebirge – Chancen und Risiken
Birgit Sattler (Universität Innsbruck), Sophia Mützel (Universität Innsbruck), Klemens Weisleitner Klemens (Medizinische Universität Innsbruck), Daniel Gattinger Daniel (Universität Innsbruck), Tobias Griesser Tobias (Universität Innsbruck), Philipp Zech (Universität Innsbruck), Arianna Crosta (Universität Innsbruck), Tabea Grube Tabea (Universität Innsbruck)
(27) Entschlossen dem Klimawandel entgegentreten: Adapt4K. Förderung der Anpassung und Stärkung Österreichischer Wälder gegen Borkenkäferbefall mit einem transformativen Citizen Science-Ansatz
Rebecca Hood-Nowotny (BOKU), Andrea Kodym (Bundesforschungszentrum Wald), Katharina Schott (BOKU), Elisabeth Ziss (Bundesforschungszentrum Wald), Barbara Kitzler (Bundesforschungszentrum Wald), Marianne Schreck (Bundesforschungszentrum Wald), Gernot Hoch (Bundesforschungszentrum Wald), Simon Leitner (Bundesforschungszentrum Wald), Kathiravan Meeran (BOKU)
(28) Tanz mit!
Katarzyna Grebosz-Haring (Universität Salzburg)
(29) Was ist in der Rehabilitation wirklich wichtig? Gemeinsam forschen … mit Betroffenen und Behandelnden – für eine bessere Rehabilitation
Špeka Matko (LBI Rehabilitation Research, MedUni Wien), Chiara Vetrano (LBI Rehabilitation Research, MedUni Innsbruck), Delia Cristea (LBI Rehabilitation Research, Rehazentrum Kitzbühel), David Riedl (LBI Rehabilitation Research, Rehazentrum Kitzbühel), Ferdinand Prüfer (LBI Rehabilitation Research), Michael J. Fischer (LBI Rehabilitation Research, Rehazentrum Kitzbühel), Bibiane Steinecker-Frohnwieser (LBI Arthritis und Rehabilitation), Tanja Stamm (MedUni Wien, LBI Arthritis und Rehabilitation), Vincent Grote (LBI Rehabilitation Research)
(30)YCSAD: Young Citizen Scientists Against Disinformation. Eine CitizenScience-Perspektive auf Social Media Literacy unter österreichischen Oberstufenschüler*innen
Bettina Pospisil (Universität für Weiterbildung Krems), Stefanie Größbacher (FH St. Pölten), Lukas Daniel Klausner (FH St. Pölten)
(31) CoClimA – Unsere nachhaltige Reise. Gemeinsam Schritt für Schritt die Zukunft gestalten
Eva Hofmann (Ferdinand Porsche FernFH GmbH), Pia Pototschnig (Ferdinand Porsche FernFH GmbH), Sonja Wirgler (Ferdinand Porsche FernFH GmbH), Clarissa Balluch (Ferdinand Porsche FernFH GmbH)
(32) CoMitMenT: Trialogisches Co-Design zur Verbesserung körperlicher Gesundheitsversorgung für Menschen mit psychischen Krankheitserfahrungen
Tobias Fragner (MedUni Wien), Igor Grabovac (MedUni Wien)
(33) COwWEL – One Welfare und Vulnerabilität in der Ernährung. Bürgerforschende schließen die Datenlücken zu Ernährungsvulnerabilität, Wohlergehen der Tiere und nachhaltiger Ernährung
Anna Rademann (Vetmeduni), Christina Gugerell (Caritas), Marianne Penker (BOKU), Susanne Waiblinger (Vetmeduni)
(34) Gesundheitskompetenz aus der Sicht von Jugendlichen: Einblicke in die Methode Photovoice im Rahmen des Projekts KoKo Health
Karolina Seidl (Universität für Weiterbildung Krems), Sigrid Moik (Universität für Weiterbildung Krems), Anna Wahl (GÖG), Ursula Griebler (Universität für Weiterbildung Krems)
(35) Gletscher erleben – Phänomene erforschen: Klimabildung zwischen digitalem Raum und Outdoor-Labor
Philipp Spitzer (Universität Graz)
(36) Humane PapilloWAS!? Verbesserung der HPV-bezogenen Gesundheitskompetenz in der österreichischen Bevölkerung
Geja Oostingh (FH Salzburg)
(37) INFORMENDO. Co-Kreation in der Endometriose-Aufklärung: Informationsbedürfnissen partizipativ begegnen
Nina Lorenzoni (UMIT Tirol), Elisabeth Nöhammer (UMIT Tirol)
(38) Inklusive Wohnräume für Menschen mit Neurodiversität: Ein praxisnaher Umsetzungsleitfaden
Anna Resch (FH Kärnten), Lukas Wohofsky (FH Kärnten)
(39) PEERS: Psychosoziale Versorgungsangebote der BSU Universitätsambulanz für Studierende
Raphaela Kaisler (Bertha von Suttner Privatuniversität)
(40) Prehab2Rehab. Integriert. Digital. Individuell. Ein nahtloser, digital unterstützter Versorgungspfad von der Prehabilitation bis zur Rehabilitation
Eva-Maria Krah (LBI DHP), Jan Smeddinck (LBI DHP)
(41) Psychische Gesundheit bei LGBTQIA* Personen
Lisa Höglinger (FH Gesundheitsberufe OÖ), Antonia Schiffer (FH Gesundheitsberufe OÖ), Wolfgang Weinzinger (FH Gesundheitsberufe OÖ)
(42) Smart FOX. Partizipation und Mitsprache von Bürger:innen zur Spende von Gesundheitsdaten
Elisabeth Klager (LBI DHPS)
(43) Von Youngstars1 zu eNSPIRE1
Kristin Ganahl (aks Gesundheit GmbH)
(44) Artificial Intelligence (AI) as a Co-Therapist? Co-Creating Accessible & Effective Digital Mental Healthcare with Patients, Experts and Artificial Intelligence
Chiara Vetrano (LBI Rehabilitation Research, MedUni Innsbruck), Maria Böttche (Freie Universität Berlin), Samuel Eke (MedUni Innsbruck), Christine Knaevelsrud (Freie Universität Berlin), Astrid Lampe (LBI Rehabilitation Research), Gerhard Rumpold (MedUni Innsbruck, Evaluation Software Development GmbH), Vincent Grote (LBI Rehabilitation Research), David Riedl (LBI Rehabilitation Research, MedUni Innsbruck)
(45) BEATsepsis. Für eine bessere Erkennung und Versorgung von SepsisLangzeitfolgen
Cornelia Schneider (LBI Trauma)
(46) Der vermeintlich „perfekte“ Lifestyle
Michelle Wahlmüller (FH Gesundheitsberufe OÖ), Marco Hölz (FH Gesundheitsberufe OÖ), Daniela Kopp (FH Gesundheitsberufe OÖ), Jasmin Steindl (FH Gesundheitsberufe OÖ), Birgit Wolfginger (FH Gesundheitsberufe OÖ), Liliana Danu (FH Gesundheitsberufe OÖ), Elzine Ponjevic (FH Gesundheitsberufe OÖ), Wolfgang Weinzinger (FH Gesundheitsberufe OÖ)
(47) Die Generationenfreundliche Stadt (GESTA). Ein intergenerationelles Citizen-Science-Projekt mit Schüler*innen, Studierenden und älteren Erwachsenen
Barbara Pichler (FH Wiener Neustadt), Katharina Heimerl (Universität Wien), Maja Kevdzija (TU Wien), Birgit Moser (TU Wien), Elisabeth Reitinger (Universität Wien), Lisa Hofer (Universität Wien), Thomas Morgenthaler (FH Wiener Neustadt), Stefan Dressler-Stross (FH Wiener Neustadt), Isabel Margot-Cattin (University of Applied Sciences and Arts Western Switzerland), Verena C. Tatzer-Hanten (FH Wiener Neustadt)
(48) DIGI4Care – Gemeinsam für eine digitale Nachsorge von PICS* Patient:innen
Lisa Lichtenegger (LBI DHPS, MedUni Wien), Hans-Peter Zierlinger (LBI DHPS, MedUni Wien), Magdalena Eitenberger (LBI DHPS, Universität Wien), Eva Schaden (LBI DHPS, MedUni Wien), Marion Wiegele (MedUni Wien), Harald Willschke (LBI DHPS, MedUni Wien), Ákos Tiboldi (LBI DHPS, MedUni Wien)
(49) Digitale Beteiligungsplattform für Gesundheit
Irina Vana (GÖG), Laura Soyer (GÖG), Klaus Leitner (GÖG)
(50) Gesundheitsbotschafter:innen gemeinsam für Krebsvorsorge bei Frauen in migrantischen Communities
Iris Schönherr (Future Health Lab), Babette Redmann (MSD), Nico Kuhn (Social City), Gesundheitsbotschafterinnen
(51) LifeBoost – interdisziplinäres Support Programm zur Steigerung der Lebensqualität von Krebspatient:innen während der Immuntherapie
Daniela Weber (PMU Salzburg), Beate Hennenberg (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien), Martina Löwe (Krebshilfe Österreich), Jens Lehmann (MedUni Innsbruck), Bernhard Holzner (MedUni Innsbruck, Evaluation Software Development GmbH), Claudia Seidl (MedUni Innsbruck), Alexander Höller (Tirol Kliniken), Stefanie Schöttl (Universität Innsbruck), Martin Kopp (Universität Innsbruck), Heike Henning (Universität Mozarteum Salzburg), Dora Niedersüß-Beke (Klinik Ottakring Wien), Renate Pichler (MedUni Innsbruck)
(52) ListenIN Projekt. Lebenswelt-orientiertes und Systemisches Empowerment für obdach-, wohnungslose und prekärwohnende Menschen mit Krebskrankheitserfahrungen
Cornelia Feichtinger (Hochschule Campus Wien), Kristin Ganahl (aks Gesundheit GmbH), Anita Gottlob-Leitner (GÖG), Igor Grabovac (MedUni Wien), Melani Janjic (GÖG), Lisa Lehner (AmberMed & Universität Wien)
(53) ME/CFS-Kompetenzzentren – Gemeinsam für eine spezialisierte Versorgung von Patient*innen
Astrid Hainzl (ÖG ME/CFS), Johanna Rohrhofer (MedUni Wien), Johannes Schweighardt (MedUni Wien), Joachim Hermisson (Universität Wien), Kathryn Hoffmann (MedUni Wien), Martin Komenda-Lett (Klinik Favoriten), Golda Schlaff (MedUni Wien), Christian Schulz (Universität Heidelberg), Michael Stingl (Facharztzentrum Votivpark), Kevin Thonhofer (ÖGME/CFS),va Untersmay (MedUni Wien)
(54) Menschen mit (sehr) schwerem ME/CFS und ihre pflegenden An-/Zugehörigen: Wie kann Einbindung in die Forschung gelingen?
Verena Hackl (MedUni Wien), Kathryn Hoffmann (MedUni Wien), Sandra Leiss (MedUni Wien), Anna Christina Maukner (MedUni Wien), Malin Schwake (MedUni Wien), Astrid Hainzl (ÖG ME/CFS), Flora Nagy (MedUni Wien), Silvia Wojczewski (MedUni Wien)
(55) F.I.M. – flexibel.inklusiv.mobil
Lea Tauber (Triagonal), Georg Huber (Triagonal), Sabine Ettema (LebensGroß GmbH), Kurt Feldhofer (LebensGroß GmbH), Christoph Zetinigg (Chance B GmbH)
(56) Partizipative Daten-Workshops: Eine spielerische Reise von der Forschungsfrage zur Dateninterpretation am Beispiel eines globalen Klimasurveys
Katharina Koller (ZSI), Barbara Kieslinger (ZSI), Claudia Fabian (ZSI)
(57) Bewegungsförderung bei Menschen mit Lernschwierigkeiten. Ein partizipativer Photovoice-Ansatz
Julia Niedoba (Universität Graz), Christoph Kreinbucher-Bekerle (Universität Graz), Matteo Sattler (Universität Graz)
(58) Selbsthilfe steht für Leistung
Ileane Cermak (GÖG), Jürgen Tomanek (GÖG)
(59) Von #body_! zu myBody
Kristin Ganahl (aks Gesundheit GmbH)
Themen-Café: (Weiter-)Entwicklung einer Reflexionscheckliste für Ko-Forschung mit Jugendlichen
Sigrid Moick (Universität für Weiterbildung Krems), Karolina Seidl (Universität für Weiterbildung Krems)
Themen-Café: Weg vom Defizit – the Power of the Community
Christine Marizzi (LBI SOAP), Julia Holzer (LBI SOAP)
Themen-Café: Ein Leitfaden für Partizipation in der Forschung
Kathrin Meyer (JKU Linz)
Der Leitfaden für Partizipation in der Forschung entstand im Rahmen des Projekts PartWiss und richtet sich an alle, die sich mit partizipativen Projekten befassen. Der Leitfaden wurde im April 2025 als Website, PDF-Download und Kartenset veröffentlicht und ist als Informationsdokument und Materialsammlung frei verfügbar, um eine Orientierung in der Vielfalt partizipativer Ansätze und Begrifflichkeiten zu geben, zu inspirieren und praxisbezogene Hilfestellung anzubieten.
Zu Beginn des Themen-Cafés wurden Ziele, Aufbau und Inhalte des Leitfadens vorgestellt. Anschließend wurden in Kleingruppen das Leitfaden-Kartenset als Impulsmaterial genutzt, um sich über einige der beschriebenen Handlungsfelder auszutauschen, die unabhängig von Fachgebiet und angewendeten Methoden in vielen partizipativen Projekten eine Rolle spielten. Dazu gehörten zum Beispiel die Ansprüche an die Zusammensetzung der Beteiligten, die Herausforderung des Erwartungsmanagements aller Akteur:innen oder die Umsetzung einer angemessenen Würdigung von Mitwirkenden.
Themen-Café: Open Science Vaccines: Partizipation in der Impfstoffentwicklung
Milena Leybold (JKU Linz), Konstantin Hondros (Helmut Schmidt Universität Hamburg)
Die Covid-Pandemie 2020 stellte die Pharmaindustrie auf den Kopf: neue, unkonventionelle Initiativen zur Entwicklung von Impfstoffen wurden gestartet, Zulassungsverfahren beschleunigt und Regelungen rund um Patentrechte in Frage gestellt. In diesem Themen-Café widmeten man sich partizipativen Herangehensweisen an Impfstoffentwicklung und -produktion.
Am Beispiel von unterschiedlichen Open-Science-Impfstoffentwicklungsinitiativen wurden gemeinsam Herausforderungen diskutiert. Das Themen-Café wurde von Milena Leybold (Johannes Kepler Universität Linz) und Konstantin Hondros (Helmut Schmidt Universität Hamburg) geleitet und war interaktiv gestaltet.
Themen-Café: „Zwischen uns Arbeit“ – Transdisziplinäre Zusammenarbeit filmisch erforschen
Gabriela Gan (LBG OIS Center), Elaine Goldberg (Universität Wien), Helen Vaaks (Universität Wien)
Zwischen uns Arbeit ist eine filmische Reise durch die Care-Landschaft von Österreich, die unterschiedliche Formen des Füreinander-Sorgens beobachtet und dabei unsere Vorstellungen von Care filmisch reflektiert. Der Film entstand im Rahmen einer ethnographischen Begleitforschung zum Caring Communities for Future Open Innovation in Science Impact Lab.
Im Themen-Café wurden Filmausschnitte gezeigt und diskutiert, welche Resonanzen die filmischen Eindrücke zu Fragen der Pflege- und Gesundheitsforschung hervorrufen. Gemeinsam traten man in den Dialog über inhaltliche Aspekte, methodische Ansätze und den Nutzen des Filmemachens in transdisziplinären Projekten. Ziel des Themen-Cafés war ein offener Austausch über Impulse und Grenzen des ethnographischen Filmemachens für transdisziplinäre Forschung im Pflege- und Gesundheitsbereich. Am Abend bestand die Möglichkeit, den Film in Gänze im Co-Creation Space zu sehen.
Themen-Café: Technology meets Care: Digitale Produktentwicklung für und mit Menschen, die für andere sorgen
Julia Hametner (Alles Clara), Katharina Gabl (Alles Clara), Sarah Gebhardt (Alles Clara), Nicole Traxler (Alles Clara)
Wie entwickelte man digitale Gesundheitslösungen für Menschen in belastenden Lebenssituationen? Am Beispiel von Alles Clara, einem digitalen Beratungsangebot für pflegende Angehörige, diskutierte man, wie situativ vulnerable Zielgruppen in die Produktentwicklung einbezogen werden konnten. Im World-Café-Format erarbeiteten Teilnehmende aus Forschung und Praxis neue Methoden und Strategien für eine zielgruppengerechte, partizipative Produktentwicklung im Gesundheitsbereich.
Themen-Café: Partizipation evaluieren: Wie wollt ihr, dass eure Arbeit bewertet wird?
Isabella Wagner (Plattform fteval)
In diesem Themen-Café wurde der Frage nachgegangen, wie sich die verschiedenen Akteur:innen in ihrer Arbeit wahrgenommen fühlen und woran sie gemessen werden wollen. Es wurde erkundet, wie sich beispielsweise Lernprozesse oder Netzwerkeffekte evaluierbar machen lassen, und überlegt, wer überhaupt in den unterschiedlichen Projekten die Wirkungsindikatoren mitgestalten kann und will.
Auf Basis der Ergebnisse sollten Empfehlungen für die Evaluation von partizipativen Prozessen in der Forschungspolitik entwickelt werden, die auch in das Trainingsangebot der Österreichischen Plattform für Forschungs- und Technologiepolitikevaluierung (fteval) einfließen. Die Plattform fteval setzt sich für die Weiterentwicklung der Evaluierungskultur in der Forschungspolitik ein.
Themen-Café: Partizipative Forschung mit pflegenden Angehörigen – wie kann diese Personengruppe erreicht und eingebunden werden?
Stefanie Lentner (IMC Krems University of Applied Sciences)
Das Themen-Café „Partizipative Forschung mit pflegenden Angehörigen – wie konnte diese Personengruppe erreicht und eingebunden werden?“ widmete sich der Frage, wie pflegende Angehörige trotz ihrer vielfältigen Verpflichtungen aktiv in Forschungsprozesse eingebunden werden können.
Es wurden Strategien zur Rekrutierung und inklusiven Gestaltung von Forschungsprojekten entwickelt, um die Heterogenität dieser schwer erreichbaren Gruppe abzubilden. Ein Impulsvortrag sowie kreative Methoden unterstützten die Ideensammlung und Diskussion. Ziel war es, konkrete Ansätze zur Ansprache besonders vulnerabler Subgruppen zu erarbeiten. Die Ergebnisse wurden in Form eines Flipchart-Protokolls dokumentiert und können als Impuls für zukünftige Forschungsprojekte dienen.
Themen-Café: Trust in Psychological Science in the Age of AI – Pop Psychology, SelfDiagnosis, and the Rise of Questionable AI Use
Ekaterina Pronizius (Universität Wien), Emma Wood (Universität Wien), Anja Gaiswinkler (Universität Wien), Nita Bislimi (Universität Wien), Anna Kulesza (Universität Wien)
In einer weithin geteilten Social-Media-Geschichte berichtete eine Frau davon, romantische Gefühle für ihren Psychiater entwickelt zu haben – und innerhalb weniger Tage verfolgten Millionen von Menschen online ihr Schicksal, diagnostizierten und diskutierten es mit populärpsychologischen Begriffen wie Limerenz und Übertragung.
Die Frau begann, sich selbst zu diagnostizieren, übernahm die Sprache fremder Menschen und stützte sich zunehmend auf einen KI-Chatbot, dem sie einen Namen gab und vertraute – dessen Ratschläge sie schließlich sogar denen ihrer behandelnden Fachkräfte vorzog.
Was als Therapie begann, entwickelte sich zu einem digitalen Drama, in dem Psychologie, soziale Medien und künstliche Intelligenz aufeinandertreffen.
In diesem Themen-Café wurde dem Hype, den Risiken und den verborgenen Realitäten von KI, Pop-Psychologie und sozialen Medien im Bereich der psychischen Gesundheit nachgegangen. Von fragwürdiger Selbstdiagnose bis hin zu überraschend hilfreichen Tools wurde die zentrale Frage gestellt: Wenn Psychologie digital wird – wem oder was sollte man wirklich vertrauen?
Themen-Café: „UniNEtZ beWEGt“
Eva Holzinger (BOKU), Franziska Allerberger (Universität Innsbruck)
Wie sehen Hochschulen der Zukunft aus? Und wie können Hochschulen so gestaltet und transformiert werden, dass sie zu Wegbereiter:innen gesellschaftlicher Nachhaltigkeit werden?
In diesem Themen-Café wurden diese und weitere Fragen ausgehend von einem Kurzfilm (ca. 12 Minuten) zur Transformation von Hochschulen in Richtung Nachhaltigkeit gemeinsam erkundet und reflektiert. Der Kurzfilm entstand im Rahmen der Aktion „UniNEtZ beWEGt – Hochschulen“.
Themen-Café: Partizipation durch Body Mapping – eine kreative Methode zur Erforschung von Vulnerabilität
Anna Christina Maukner (MedUni Wien), Viktoria Adler (MedUni Wien), Ruth Kutalek (MedUni Wien)
Im Rahmen des Horizon-Europe-Projekts Sonar-Cities wurde gezeigt, wie Body Mapping als kreative, partizipative Methode persönliche Erfahrungen mit Hitzewellen bei Menschen in vulnerablen Situationen in Wien sichtbar macht. In einem kurzen Einstieg wurden Projektziele und erste Erkenntnisse vorgestellt, bevor die Teilnehmenden eine vereinfachte Body-Mapping-Übung durchführten.
In Kleingruppen wurden Körperumrisse gezeichnet und mit Symbolen, Farben und Worten gefüllt und umrandet, die individuelle Hitzeerfahrungen darstellten. Anschließend wurde gemeinsam reflektiert, welche Chancen Body Mapping für kokreative Wissensproduktion bot und wo praktische und ethische Herausforderungen liegen. Ziel war eine kritische Diskussion zur Berücksichtigung der Perspektiven von Personen in vulnerablen Situationen im Kontext von Gesundheitskrisen und Katastrophen und darüber hinaus.
Themen-Café: Café der Perspektiven – Haltung und Methoden in der Forschung mit pflegenden Angehörigen und vulnerablen Gruppen in ländlichen Regionen
Doris Maurer (W4 Projects GmbH)
Das „Café der Perspektiven“ lud Forschende dazu ein, ihre eigene Haltung kritisch zu reflektieren und methodische Ansätze zu entwickeln, die den Lebensrealitäten vulnerabler Zielgruppen gerecht werden. Im Fokus standen pflegende Angehörige und andere belastete Personen in ländlichen Regionen, deren Alltag oft durch Zeitmangel, Erschöpfung und soziale Isolation geprägt ist.
Der Workshop vermittelte praxisnahe Erfahrungen aus Forschungskooperationen mit Organisationen vor Ort und zeigte, wie Forschung auf Augenhöhe gelingen kann. Zentrale Themen waren der bewusste Umgang mit dem eigenen Bias sowie die Frage, welchen Mehrwert Forschung für die Teilnehmenden selbst schaffen konnte. Ziel war es, sensibilisierte, reflektierte und partizipative Forschungsprozesse zu fördern.
Themen-Café: Bioakustik trifft Bildung: Wie das Projekt Forest Groove Wissenschaft, Schule und Musik verbindet
Irene Gianordoli (Bundesforschungszentrum für Wald), Laura Fels (Bundesforschungszentrum für Wald), Frederik Sachser (Bundesforschungszentrum für Wald)
Im Themen-Café „Bioakustik trifft Bildung: Wie das Projekt Forest Groove Wissenschaft, Schule und Musik verbindet“ wurde untersucht, wie kreative Citizen-Science-Projekte an der Schnittstelle von Forschung, Bildung und Kunst gelingen können. Ausgangspunkt war das Sparkling-Science-Projekt Forest Groove, in dem Schüler:innen mit Aufnahmegeräten die akustische Biodiversität des Waldes erforschten und gemeinsam mit Forschenden und Musiker:innen zu künstlerischen Soundmixes weiterentwickelten.
Methoden und Materialien wurden vorgestellt, und die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, selbst in die Klangwelt des Waldes einzutauchen. Im offenen Austausch wurden Chancen und Herausforderungen partizipativer Forschung diskutiert – von der Zusammenarbeit mit Schulen bis hin zur nachhaltigen Wirkung solcher Projekte.
Themen-Café: Kollaborative Innovation und Partizipation: Was bedeutet das für meine Arbeit?
Iris Schönherr (Future Health Lab)
Im Themen-Café „Kollaborative Innovation und Partizipation: Was bedeutet das für meine Arbeit?“ des Future Health Lab wurden praxisnahe Methoden und Good Practices aus dem Gesundheitswesen (u.a.) vorgestellt. In einer Übung mit einer Transformationstabelle erprobten die Teilnehmenden, wie sich mehr Kollaboration und Partizipation in ihrem Sektor, ihrer Arbeit oder ihren Projekten umsetzen lassen. Die Session kombinierte einen Expertinneninput mit einer interaktiven Reflexionsübung, bei der im Austausch erste Umsetzungsideen entstanden. Das Future Health Lab arbeitet mit diesen Ansätzen an Herausforderungen im Gesundheitssystem – in Partnerschaft mit dem Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz sowie der Österreichischen Gesundheitskasse.
Themen-Café: Mensch trifft Technik: Wie Gesundheitsinnovationen sinnvoll ankommen
Lukas Wohofsky (FH Kärnten), Daniela Krainer (FH Kärnten)
Wie können digitale und assistive Technologien unseren Alltag bereichern und die eigene
Gesundheit stärken?
Im Themen-Café wurden Chancen und Herausforderungen beleuchtet und der Frage nachgegangen, wie Technologieakzeptanz gefördert werden konnte – damit Innovationen nicht nur entwickelt, sondern auch tatsächlich genutzt wurden.
Die Teilnehmenden erlebten interaktive Formate – von moderierten Kleingruppendiskussionen über den Einsatz digitaler Tools bis hin zu einem praxisnahen Ethik-Toolkit. Dabei wurde nicht nur diskutiert, sondern auch ausprobiert, reflektiert und gemeinsam weitergedacht. Die Teilnehmenden nahmen konkrete Impulse und praxistaugliche Ansätze mit, um einen bewussteren, selbstbestimmten Umgang mit digitalen Gesundheitslösungen zu fördern.
Themen-Café: Partizipation – Dialog – Aktion? Partizipative Aktionsforschung im Umgang mit komplexen Barrieren und Herausforderungen marginalisierter Lebensrealitäten
Anita Gottlob-Leitner (GÖG), Igor Grabovac (MedUni Wien), Kristin Ganahl (aks Gesundheit GmbH), Lisa Lehner (AmberMed & Universität Wien), Melani Janjic (GÖG)
Wie kann partizipative Aktionsforschung gelingen, wenn sie gemeinsam mit Menschen gestaltet wird, die teils extreme strukturelle Marginalisierung erfahren – etwa infolge von Wohnungslosigkeit, inaktiver Krankenversicherung oder irregularisierter Beschäftigung? Die komplexen Bedürfnisse, die aus Marginalisierung entstehen, fordern uns dazu heraus, nicht nur Zugänge zu Leistungen im Gesundheits- und Sozialsystem zu verbessern, sondern strukturell marginalisierte Menschen aktiv in die Forschung einzubinden (Partizipation) und politischen Aktionismus voranzutreiben. Partizipative Forschungsansätze finden zunehmend Anwendung – insbesondere in der Gesundheitsforschung. Doch entstehen aus den Lebensrealitäten marginalisierter Gruppen besondere Anforderungen an die Gestaltung von Forschung und Teilhabe: von sprachlichen Erfordernissen über barrierefreie Zugänglichkeit bis hin zu flexibler Gestaltung in Hinblick auf Krankheitsepisoden und Flare-ups oder zeitlicher Verfügbarkeit aufgrund illegalisierter Arbeit.
Im Themen-Café wurden im Sinne eines „Toolkit-Labs“ gemeinsam und mit konkreten Übungen Werkzeuge und Herangehensweisen erarbeitet, um die Frage zu beantworten: Wie konnte „echte“ Teilhabe, aktiver Austausch und gezielte Umsetzung in der Auseinandersetzung mit strukturellen Ungleichheiten ermöglicht werden?
Themen-Café: Wünsch dir was: eine gemeinsame Infrastruktur für Citizen Science in Europa
Barbara Kieslinger (ZSI), Teresa Schäfer (ZSI), Petra Siegele (OeAD), Elisabeth Schauermann (OeAD)
In diesem Themen-Café waren alle eingeladen, gemeinsam darüber nachzudenken, wie Citizen Science in Europa künftig zugänglicher und vernetzter gestaltet werden kann. Dabei wurden Einblicke in das aktuelle Horizon-Projekt „RIECS-Concept“ gegeben, in dem partizipativ ein Konzept für eine Citizen-Science-Forschungsinfrastruktur erarbeitet wurde.
In offener Runde wurden Ideen gesammelt, Erfahrungen ausgetauscht und konkrete User Stories entwickelt. Diese flossen wiederum direkt in die Konzeptentwicklung auf europäischer Ebene ein.
Themen-Café: Arts & Public Health
Andrea Schmidt (LBG OIS Center)
Kulturelle und künstlerische Strategien können die soziale Kohäsion, Gesundheit und das Wohlbefinden in Gemeinschaften stärken. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass künstlerische Aktivitäten messbar zu einer besseren psychischen Gesundheit, einem stärkeren Immunsystem sowie zu einer Reduktion von Stresssymptomen beitragen können (Sonke u. a., 2025). Darüber hinaus belegen Forschungen, dass kreative Ausdrucksformen soziale Isolation und Einsamkeit – zwei zentrale Gesundheitsrisiken unserer Zeit – wirksam verringern.
In diesem Themen-Café wurde gemeinsam erkundet, wie Kunst gesellschaftlichen Wandel anstoßen konnte. Mithilfe kreativer Methoden wie der Walt-Disney-Methode wurden bestehende Sichtweisen hinterfragt und neue Perspektiven auf das Thema Arts & Public Health entwickelt.
Themen-Café: Wer forscht für wen? Reflexionen über Teilhabe mit dem Triangle of Impact
Mathieu Mahve-Beydokhti (LBG OIS Center), Adis Šerifović (LBG OIS Center)
Forschung mit Betroffenen bringt viele Chancen – aber auch Spannungen. Das Triangle of Impact ist ein Reflexionstool, das helfen soll, besser zu verstehen, wie Forscher:innen, Fördergeber:innen und Betroffene/Patient:innen unterschiedlich ticken. Im Workshop wurde gemeinsam untersucht: Wer hatte Macht? Wer durfte mitreden? Und was galt eigentlich als „gute“ Forschung? Die Teilnehmenden waren eingeladen, ihre Erfahrungen einzubringen und das Modell weiterzuentwickeln – für mehr echte Teilhabe in der Wissenschaft.
OIS zam reflektiert: Gemeinsam Wissen bauen mit LEGO®
Yuliya Yulinetska & Team (LBG OIS Center)
Ein kreatives Finale des OIS zam Forum: Die Teilnehmenden erstellten zunächst kleine LEGO®-Modelle, um ihre persönlichen Eindrücke zu reflektieren, und arbeiteten anschließend in Kleingruppen daran, ein gemeinsames Modell der wichtigsten Erkenntnisse des Forums zu bauen. Ein „Gallery Walk“ machte das kollektive Wissen auf spielerische Weise sichtbar.
OIS zam reflektiert: Gemeinsam Wissen zeichnen mit Collective Mind Mapping
Lara Arth & Team (LBG OIS Center)
Auf einer großen Papierleinwand entstand das gemeinsame „Big Picture“ des Forums: Erkenntnisse, Fragen, Zitate und Bilder fanden dort ihren Platz. Durch Verbindungen und Cluster wuchs eine lebendige, visuelle Landkarte des Austauschs. Zum Abschluss fasste die Moderation die spannendsten Themenfelder zusammen – und machte sichtbar, was die Teilnehmenden im Laufe des OIS zam: Forums 2025 bewegt hatte.
OIS zam: Preis
Heuer wurde zum bereits ditten Mal der OIS zam: Preis verliehen. Aus den 59 vorgestellten Projekten wurden per Voting drei Projekte ausgewählt, die besonders innovativ und wirkungsvoll OIS-Methoden umsetzten. Jedes Projekt erhält 2.000 Euro für projektgebundene Aktivitäten.
Das sind die Sieger:innen:
Das wirkt. Ideation Lab 2025
Gewinner:innen: Stefanie Lebert (wirkt. social innovation GmbH), Nina Poxleitner (wirkt. social innovation GmbH), Ghwyne Vizvary (wirkt. social innovation GmbH)
ListenIN Projekt. Lebenswelt-orientiertes und Systemisches Empowerment für obdach-, wohnungslose und prekärwohnende Menschen mit Krebskrankheitserfahrungen
Gewinner:innen: Cornelia Feichtinger (Hochschule Campus Wien), Kristin Ganahl (aks Gesundheit GmbH), Dr. Anita Gottlob (GÖG), Igor Grabovac (MedUni Wien), Melani Janjić (GÖG), Lisa Lehner (AmberMed & Universität Wien)
F.I.M. – flexibel.inklusiv.mobil
Gewinner:innen: Lea Tauber (Triagonal), Georg Huber (Triagonal), Sabine Ettema Sabine Ettema (LebensGroß GmbH), Kurt Feldhofer (LebensGroß GmbH), Christoph Zetinigg (Chance B GmbH)