OIS Center Expert:innen präsentieren neue Ansätze für Wirkungsanalyse auf ECSA 2026
Vom 3. bis 7. März 2026 fand die European Citizen Science Association (ECSA) Konferenz in Oulu, Finnland statt. Das Open Innovation in Science (OIS) Center stellte dort das neue partizipative Projekt Ankerpunkte vor.
Alle zwei Jahre bringt die ECSA-Konferenz Hunderte von Forschenden, Praktiker:innen, politische Entscheidungsträger:innen, Förderorganisationen und engagierten Bürger:innen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und das transformative Potenzial der Citizen Science zu diskutieren. Unter den Teilnehmenden waren auch Dr. Andrea Schmidt und Mathieu Mahve-Beydokhti, BSc MA, vom LBG OIS Center, die ihre aktuelle Arbeit zum partizipativen Projekt „Ankerpunkte“ vorstellten. Das Projekt des LBG OIS Center und des LBI GMR setzt auf co-kreative und künstlerische Zugänge, um Alzheimer (Demenz) zu enttabuisieren, Stigmatisierung abzubauen und inklusive Teilhabe zu fördern.
Um die Wirkung solcher Citizen Science Projekte zu untersuchen bedarf es Ansätze außerhalb klassischer Analysemethoden. Daher untersucht das Projekt Ankerpunkte kunstbasierte Methoden, um ganzheitliche Ergebnisse, einschließlich emotionaler und physischer Aspekte, zu erfassen. Das Projekt baut auf den Erfahrungen aus einem Pilot-Format, welches im November 2024 durchgeführt wurde auf. Ziel ist es, die Ansätze so weiterzuentwickeln, dass ein übertragbares Programm entsteht, welches langfristig auch in anderen Regionen Anwendung finden kann. Um Menchen mit Demenz und ihre Angehörigen bestmöglich zu unterstützen.
Der Austausch auf der ECSA 2026 zeigten auch eine breitere Entwicklung im Forschungsbereich: Die Citizen Science wächst und entwickelt sich weiter, wobei immer mehr Projekte über die reine Beteiligung der Bürger:innen an der Datenerhebung hinausgehen. Stattdessen werden die Teilnehmenden zu aktiven und integralen Partner:innen im Forschungsprozess und helfen dabei, Fragen, Methoden und Ergebnisse zu gestalten.