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12 Dez. 2025 von cgrill

Ankerpunkte: Kunst trifft Care – Neue Impulse im Umgang mit Demenz

Das Projekt „Ankerpunkte“ des LBG OIS Center und des LBI GMR setzt auf co-kreative und künstlerische Zugänge, um Alzheimer (Demenz) zu enttabuisieren, Stigmatisierung abzubauen und inklusive Teilhabe zu fördern. In einer ersten Ideenwerkstatt im November entwickelten regionale und fachliche Expert:innen innovative Ansätze zur Verbesserung der Lebensqualität von Betroffenen. Drei vielversprechende Ideen aus Musik sowie bildender und darstellender Kunst werden nun weiterentwickelt und ab 2026 in der Region pilotiert – mit Perspektive auf eine Übertragung in andere Regionen.

Am 25. und 26. November fand in der Gemeinde Eisgarn im nördlichen Waldviertel die erste Ideenwerkstatt des Projekts „Ankerpunkte“ statt. Organisiert und durchgeführt wurde sie von Andrea Schmidt (Projektleitung), Lara Arth und Mathieu Mahve-Beydokhti vom LBG OIS Center gemeinsam mit Sabine Mandl und Johanna Blimmlinger vom LBI GMR.

Ziel der zweitägigen Werkstatt war es, gemeinsam mit einer vielfältigen Gruppe von Expert:innen erste Projektideen zu entwickeln, die Menschen mit Alzheimer (Demenz) durch künstlerisch-kreative Ansätze unterstützen und ihre Lebensqualität stärken. Unter den Teilnehmenden waren Angehörige von Menschen mit Demenz, Bewohner:innen der Region, eine Community Nurse, Demenzexpert:innen sowie Künstler:innen.

Regionale Expertise in Co-Creation

Als Veranstaltungsort diente eine ehemalige Volksschule in Wielings – ein bewusst gewählter Raum mit starkem regionalem Bezug. Insgesamt nahmen 17 Personen an der Ideenwerkstatt teil. Der Großteil der Teilnehmer:innen, darunter auch der Bürgermeister sowie Vertreter:innen eines Nachbarschaftsvereins, kam aus der Region und brachte wertvolle lokale Perspektiven, Erfahrungen und Bedarfe ein.

In einem klar strukturierten Design-Thinking-Prozess wurden diese unterschiedlichen Sichtweisen zusammengeführt und in co-kreativer Zusammenarbeit weiterentwickelt. Innerhalb von zwei Tagen entstanden so konkrete und praxisnahe Ansätze, die sowohl fachliche Expertise als auch regionale Lebensrealitäten berücksichtigen.

Drei Ideen bereit für die nächste Phase

Zum Abschluss der Werkstatt kristallisierten sich drei vielversprechende Ideen aus den Bereichen Musik, bildende Kunst und darstellende Kunst heraus. Diese werden nun gemeinsam mit weiteren Expert:innen reflektiert, geschärft und im Projektteam weiter vertieft.

Ziel ist es, die Ansätze so weiterzuentwickeln, dass sie 2026 in der Region Waldviertel Nord pilotiert werden können. Auf dieser Basis soll ein übertragbares Programm entstehen, das nicht nur Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen in der Region unterstützt, sondern langfristig auch in anderen Regionen Anwendung finden kann.