open arts

Partizipative Praktiken zwischen Kunst, Wissenschaft und Forschung

 

Eine Weiterbildungsreihe der Ludwig Boltzmann Gesellschaft und der Akademie der Bildenden Künste wien

Welche offenen Forschungsmethoden können in Kunst und Wissenschaft eingesetzt werden? Was heißt es, offen zu arbeiten? Wie kann die Gesellschaft verantwortungsvoll in Projekte involviert werden? Wir erarbeiten in diesem Weiterbildungsprogramm Methoden der Teilhabe und der Zusammenarbeit für offene Forschungsprozesse zwischen Kunst und Wissenschaft. Der inhaltliche Fokus liegt auf transdisziplinärer Wissensproduktion und Methoden zur Einbindung von Gesellschaft: Insbesondere lernen die Teilnehmer_innen, wie man andere Disziplinen und relevante gesellschaftliche Gruppen in die eigenen Projekte miteinbeziehen kann.  Anwendungsorientiert werden künstlerisch-kreative Partizipationsformen mit Methoden aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen in Dialog gebracht und gemeinsam umgesetzt.

Zielgruppe für die Workshops sind Studierende sowie Absolvent_innen und Jungforscher_innen von Universitäten und Fachhochschulen, die entweder bereits mit offenen Forschungsmethoden arbeiten oder diese erwerben wollen. Zudem sind für 2021 Vorträge geplant, die sich an eine breite Öffentlichkeit richten.

Programm 

In drei ganztägigen Workshops werden künstlerische und kreative Methoden, Formate und Werkzeuge der Teilhabe, Partizipationsmodelle und Formen der Einbindung von Gesellschaft erarbeitet. Gemeinsam mit erfahrenen Expert_innen werden konkrete Ansätze und Projekte in fokussierter Lern- und Entwurfsatmosphäre entwickelt und umgesetzt. 


Workshop 1: Methoden und Strategien der Narration 

Datum: 10.11.2020 
Uhrzeit: 10:00 – 17:00 Uhr 
Ort: Villa Schapira, Max-Emanuel-Straße 17, 1180 Wien

Im ersten Teil der Weiterbildungsreihe geht es um Methoden und Strategien der Narration. Der Workshop beschäftigt sich mit der Frage: Wie erzählen wir? Die Erzählung ist die zentrale Vermittlungsinstanz zwischen Kunst, Wissenschaft und der Gesellschaft. Wie erzählt wird, ist entscheidend für Zusammenarbeit, Beteiligung  und Wirkung von Wissen. In diesem Workshop werden unterschiedliche Methoden des Storytelling erarbeitet. Die Teilnehmer_innen erproben, analysieren und erarbeiten Narrative in verschiedenen Medien (Schrift, Bild, Ton) und Konstellationen (performativ, dramaturgisch, rhetorisch).

Workshopleitung

Ines Häufler
Ines Häufler, geboren in Salzburg, lebt und arbeitet in Wien. Studium der Kommunikationswissenschaft und Germanistik. Filmdramaturgin für Fernseh- und Kinofilme, Autorin. Seit 2013 Workshops und Entwicklung von Storytellingprojekten für Firmen wie Runtastic, für Museen (u.a. Wienmuseum, Kunsthistorisches Museum Wien), NGOs und Kulturinitiativen.

Ruth Mateus-Berr
Als Social Designerin beschäftigt sich Ruth Mateus-Berr in ihrer konzeptuellen Kunst mit zeitgenössischen globalen Herausforderungen wie ökologischen, sozialen und politischen Themen. Zuletzt engagierte sie sich in folgenden Bereichen: Umwelt, Demenz, Altersdiskriminierung, Gesundheit, urbaner Wandel, Demokratie, Rassismus, Rechts-Populismus, Migration, postkoloniale Kritik und innovative Strategien für differenzierte Perspektiven und interdisziplinäre Zusammenarbeit.  

Bewerbung
Das Bewerbungsformular ist unter diesem Link zu finden.
Einreich-Deadline: 6. November 2020
Die mittels Jury ausgewählten 10  Personen bzw. Projekte werden noch am selben Tag informiert.

Corona-Hinweis
Aufgrund der aktuellen Situation bitten wir, nur eine Bewerbung vorzunehmen, wenn du am 10.11.2020 auch tatsächlich teilnehmen kannst! Im Falle einer kurzfristigen Absage melde dich bitte unbedingt per eMail unter wissenstransfer (at) akbild.ac.at! Nach derzeitigem Stand findet die Veranstaltung mit max. 10 Teilnehmer_innen, zugewiesenen Sitzplätzen und unter Maskenpflicht statt. Weitere Covid-19-Präventionsmaßnahmen werden an Teilnehmer_innen mit der Zusage zugeschickt.

 

Workshop 2: Offene Gestaltungsformen und Wirkungsfelder des Ästhetischen

Ästhetiken spielen in der Vermittlung und dem Transfer von Information und Wissen eine tragende Rolle. Gerade beim Erreichen von neuen Zielgruppen und der Inklusion von breiten Gesellschaftsschichten ist eine forschungsorientierte Anwendung dieser Aspekte zielführend. Im 
Workshop werden sowohl historisch-theoretischee Referenzpunkte als auch aktuelle Ästhetisierungsprozesse im Kontext der Entwicklung von “Openness” 
(z.B. Open Design, Open Knowledge, Creative Commons) erarbeitet und angewandt. Unterstützende Methoden zur ästhetischen Aufbereitung der eigenen Themenstellungen, Forschungsprozesse und Ergebnispräsentation stehen dabei im Zentrum. 

Workshop-Details: t.b.a.

 

Workshop 3: Entwurf und Reflexion – Modelle und Werkzeuge künstlerischer Intervention

Künstlerische Modelle und Werkzeuge der Intervention werden in diesem Workshop als konstruktive und produktive Chance der Weiterentwicklung und Handlungsfähigkeit verstanden. Beispiele aus der Kunstwelt geben den Teilnehmer_innen die Möglichkeit ihre eigenen Entwurfs- und Reflexionszusammenhänge zu hinterfragen, auszubauen und zu präzisieren. Partizipative Strategien, kollektive Interventionen und kollaborative Kreativitätstechniken werden mit den Teilnehmer_innen spezifisch für die eigene Problemstellung erarbeitet, erprobt und umgesetzt.

Workshop-Details: t.b.a.

Kontakt 

Du hast Fragen zu OPEN ARTS? Dann melde dich direkt bei Hannah Bruckmüller und Marlies Graf-Demirtaş: 

labs (at) lbg.ac.at
Tel +43 (0) 1 513 27 50-69

in kooperation mit

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