Action for Sustainable Future

Call für Schlüsselprojekte im Rahmen des Open Innovation in Science Impact Lab

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Deadline für Einreichungen von Projektanträgen: 30.09.2021

Kommende Support-Workshops für alle Antragsteller*innen und potenzielle Antragsteller*innen: 24.08.2021 zu Impact & Engagement; 31.08.2021 Schreibwerkstatt für Anträge. Für weitere Informationen und Anmeldung schreiben Sie an dorothea.born (at) uni-ak.ac.at.

Worum geht’s?

Wir leben in Zeiten vielfältiger Krisen: so bricht beispielsweise der globale Klimawandel jährlich neue, traurige Rekorde, während die weltweite Artenvielfalt schrumpft, die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinandergeht und die Gleichstellung der Geschlechter immer noch nicht erreicht ist.

Um diesen Krisen entgegenzutreten, haben die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) und die Universität für angewandte Kunst Wien (Angewandte) gemeinsam den „Action for Sustainable Future (ASF) hub“ gegründet. Dieses Labor für offene Innovation in der Wissenschaft strebt die praktische Umsetzung nachhaltigen Wandels in der Gesellschaft an.

Dafür werden Schlüsselprojekte gesucht, die sich auf unterschiedlichen Wegen mit den von den Vereinten Nationen definierten Nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals – SDGs[1]) auseinandersetzen. Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit – wie Ressourcenknappheit, gesellschaftliche Ungleichheit oder globale Gesundheit – können nicht von einzelnen Wissenschaftsdisziplinen alleine und nur durch technologische Lösungen bewältigt werden. Deshalb sollen Bürger*innen aktiv an der Projektgestaltung beteiligt und künstlerische sowie wissenschaftliche Strategien und Erkenntnisse verbunden werden. Die längerfristige Fortführung und Wirkung der Projekte auch nach Ende der Laufzeit des ASF hub ist ein klares Ziel.

Alle Akteur*innen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen (z.B. Aktivist*innen, Künstler*innen, NGOs, Vertreter*innen aus Wirtschaft und Verwaltung oder Wissenschaftler*innen) sind eingeladen, ihre innovativen Ideen zu nachhaltiger Entwicklung einzureichen: Projektanträge (10 Seiten) können bis 30. September 2021 eingereicht werden. Antragsteller*innen können vom ASF-Hub Unterstützung bei der Entwicklung des Projektantrags in Form von Workshops und individueller Beratung erhalten. Für eine erfolgreiche Einreichung ist die Teilnahme am Kick-Off Workshop oder dem Unterstützungsangebot nicht zwingend notwendig. Die nächsten Unterstützung-Workshops finden am 24.08. zum Thema Impact & Engagement und am 31.08. als Schreibwerkstatt für Anträge statt. Für weitere Informationen und Anmeldung schreiben Sie an dorothea.born (at) uni-ak.ac.at. Die Auswahl der unterstützten Projekte Anfang November 2021. Der frühestmögliche Projektstart ist im Dezember 2021. 

Die Gesamtsumme für Projektunterstützung des ASF hub beträgt 500.000 Euro für insgesamt maximal 5 Schlüsselprojekte. Diese Projekte werden finanziell über die LBG abgewickelt und erhalten während ihrer Laufzeit bis 31. Dezember 2023 stetige inhaltliche Betreuung und Unterstützung durch den ASF hub.

Auswahlkriterien

Die Schlüsselprojekte, die im Rahmen des ASF hub unterstützt werden, müssen bestimmten Auswahlkriterien entsprechen. Diese Kriterien wurden durch das Sustainability Board unter Berücksichtigung der Ziele des ASF hub festgelegt. Das Sustainability Board besteht zu gleichen Teilen aus Mitgliedern der Angewandten, Mitgliedern des UniNEtZ (Universitäten und Nachhaltige Entwicklungsziele) und Vertreter*innen zivilgesellschaftlicher Organisationen. Es stellt das inhaltliche Arbeitsgremium des ASF hub dar und ist auch für die Projektevaluierung und -auswahl zuständig.

 

Kriterien für die Schlüsselprojekte

 

  • Inhaltlicher Fokus auf Nachhaltigkeit

Die unterstützten Projekte sollen einen ganzheitlichen Ansatz in Bezug auf Nachhaltigkeit verfolgen. Nachhaltigkeit wird dabei über die SDGs definiert und soll möglichst in mehreren Dimensionen (z.B. ökologisch, ökonomisch, sozial, kulturell) in die Projekte einfließen. Positive und negative Wechselwirkungen sowie Widersprüche zwischen den einzelnen SDGs sollen dabei mitbedacht werden und können innerhalb der Projekte aufgegriffen werden.

  • Mitwirkung von Bürger*innen

Bürger*innen sollen aktiv an der Projektgestaltung mitwirken. Dies kann z.B. durch die Antragstellung von zivilgesellschaftlichen Akteur*innen oder durch zivilgesellschaftliche Projektberater*innen geschehen. Möglich ist ebenso, dass Bürger*innen wichtige Themen und Fragen in die Projekte einbringen oder an Forschungsarbeiten mitwirken. Projektteams sollen sich aus Menschen mit verschiedenen Hintergründen, Kenntnissen und Erfahrungen zusammensetzen und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe ermöglichet werden. Die Projekte sollen sich aus wissenschaftlicher und künstlerischer Perspektive mit Nachhaltigkeitsfragen beschäftigen und dabei einen verbindenden Ansatz von wissenschaftlichen und künstlerischen Strategien verfolgen.

  • Vielfalt und Einbindung

In den jeweiligen Projektgruppen soll es eine möglichst große Vielfalt an unterschiedlichen Projektträger*innen geben. Diese kann beispielsweise in einer Ausgewogenheit zwischen beteiligten Institutionen (NGOs, Vereine, Universitäten, etc.) sichtbar sein oder sich in der Vielfalt in Bezug auf Alter, Herkunft, Geschlecht oder Vorerfahrung der beteiligten Personen zeigen. Die zu unterstützten Projekte sollten möglichst niederschwellig sein, um eine breite Zugänglichkeit und Einbindung verschiedener Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen. Dabei sollte Barrierefreiheit auf möglichst vielen Ebenen mitgedacht werden.

  • Gesellschaftliche Wirksamkeit

Konkrete Ideen, wie gesellschaftliche Wirksamkeit erzielt und über den Projektzeitraum hinaus sichergestellt werden kann, sind zu skizzieren. Strategien dazu können auch im Rahmen der inhaltlichen Betreuung der Projekte seitens des ASF hub weiterentwickelt werden.

  • Schwerpunkt in Österreich

Die Projekte müssen überwiegend in Österreich angesiedelt sein.

Einreichung

Um den Einreichungsprozess möglichst niederschwellig und offen zu gestalten und auch kleinere Initiativen mit wenig Projekterfahrung einzubinden, ist der Auswahlprozess in zwei Phasen gegliedert. Es ist allerdings nicht zwingend erforderlich, an Phase 1 und dem damit verbundenen Unterstützungsangebot für Projektentwicklung und Antragsstellung teilzunehmen.

Phase 1: Einreichung von Ideenskizzen

In einer ersten Phase können bis 30.06.2021 Ideenskizzen für Projekte und Kollaborationen eingereicht werden, aber die Einreichung der Ideenskizzen ist jedoch nicht zwingend für eine erfolgreiche Bewerbung: Antragsteller*innen können auch ab PHASE 2 starten. Die Ideenskizze kann 1-3 DIN A4 Seiten umfassen (Arial, 12 pt) und soll die Idee für ein Projekt, das den Auswahlkriterien entspricht, skizzieren. Es ist zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht notwendig, bereits Kooperationspartner*innen zu haben.

Am 13./14. Juli werden die Einreichenden von Ideenskizzen vom Phase 1, die den Auswahlkriterien entsprechen, zu einem Kick-Off Workshop eingeladen. Dieser Workshop dient einerseits dazu, Antragsteller*innen mit potentiellen Kooperationspartner*innen zu vernetzen und Projektideen zu vertiefen und weiterzuentwickeln. Andererseits wird so der Unterstützungsbedarf seitens der Antragsteller*innen erhoben. Alle potentiellen Antragsteller*innen können für das Verfeinern der Projektideen und das Verfassen der Projektanträge Unterstützung durch den ASF hub in Anspruch nehmen.

Phase 2: einreichung von Projektanträge

Die Deadline für vollständige Projektanträge ist der 30.09.2021.

Der Projektantrag soll maximal 10 DIN A4 Seiten (Arial, 12 pt., exklusive Literaturangaben) umfassen, die Auswahlkriterien berücksichtigen, und folgende Elemente enthalten:

  • Problemaufriss, Fragestellung und Zielsetzung des Projekts in Bezug auf Nachhaltigkeit
  • Umsetzungsplan in Bezug auf die Zielsetzung, Einbindungs- und Beteiligungsmöglichkeiten
  • Aufschlüsselung der verschiedenen Projektträger*innen und Begründung der Auswahl in Bezug auf Vielfal
  • Skizzierung der gesellschaftlichen Wirksamkeit
  • Zeitplan
  • Budgetplan

Die Ideenskizzen und Projektanträge sind als PDF-Datei (in Deutsch oder Englisch) per E-Mail an asf.hub (at) uni-ak.ac.at zu schicken.

Bewertung und Auswahl

Alle eingereichten Projektanträge werden nach Ablauf der Deadline für Projektanträge zunächst auf formale Kriterien geprüft. Alle formal gültigen Anträge werden anschließend von den Mitgliedern des Sustainability Boards bewertet und gereiht. Die Letztentscheidung über die Unterstützung liegt beim Management Board des ASF hub, bestehend aus Mitgliedern der Angewandten und der LBG. Die Antragsteller*innen werden spätestens im November 2021 über eine Zu- bzw. Absage informiert.

Unterstützungsprogramm des ASF hub

Um einen niederschwelligen Zugang zu ermöglichen, bietet der ASF hub ein vielfältiges Unterstützungsprogramm für Antragsteller*innen im Bereich der Projekteinreichung, des Projektmanagements und der Projektevaluierung an. Ebenso gibt es Fort- und Weiterbildungsangebote in Bezug auf die Herausforderungen der Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Kooperationspartner*innen.

  • Kick-off und Match-Making

Nach Ablauf der Deadline für die Einreichung von Ideenskizzen werden potentielle Antragsteller*innen zu einem Kick-off Event eingeladen, bei dem der ASF hub näher vorgestellt wird, sich mögliche Kooperationspartner*innen kennenlernen und erste Netzwerke geknüpft werden können.

  • Beratung während der Antragstellung

Für das Verfassen der Projektanträge steht Antragsteller*innen ein Unterstützungs- und Beratungsangebot zur Verfügung, das beispielsweise bei der Konkretisierung von Projektideen, der Verfeinerung von Fragestellungen oder dem Erstellen von Budget- und Zeitplänen Hilfestellung bietet.

  • Projektbegleitung

Die ausgewählten Projekte erhalten während ihrer Laufzeit Zugang zu individuellem und gemeinsamem Projekt-Coaching aus einem breiten Netzwerk, bestehend aus Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und anderen Personen mit bedarfsbezogenen Kenntnissen. Dadurch können Fragestellungen nachgeschärft, verbessert oder anlassbezogen Probleme gelöst werden.

  • Peer-Netzwerk

Ein wichtiges Ziel des ASF hub ist die Verschränkung der Schlüsselprojekte. Das Peer-Netzwerk ermöglicht die Vernetzung und wechselseitige positive Beeinflussung der Projekte und trägt zur längerfristigen Fortführung der Projekte bei.

  • Capability Building

Am ASF hub beteiligten Forscher*innen und Expert*innen stehen verschiedene Möglichkeiten für Kompetenzaufbau und Weiterbildung in Bezug auf transdisziplinäre Forschung, partizipative Methoden und Kooperationen zwischen Gesellschaft, Wissenschaft und Kunst zur Verfügung.

  • Öffentlichkeitsarbeit

Die Homepage und die Social-Media-Kanäle des ASF hub stehen auch den Schlüsselprojekten zur Verfügung, um sich während ihrer Laufzeit breitenwirksam zu präsentieren und erste Ergebnisse veröffentlichen zu können.

  • Evaluierung

Alle im Rahmen des ASF hub unterstützten Schlüsselprojekte sowie der ASF hub selbst werden während ihrer Laufzeit kontinuierlich evaluiert, um nachhaltige gesellschaftliche Wirkung sicher zu stellen und Möglichkeiten für gemeinsames Lernen zu schaffen.

 

Kontakt für Nachfragen:

Dr.in Dorothea Born
Koordinatorin ASF hub
dorothea.born (at) uni-ak.ac.at
 

[1] https://sdgs.un.org/goals

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